Mittwoch, Dezember 20, 2017

Ich309

Eine neue seltsame Art von Einsamkeit ist in mein Leben getreten. Immer komisch, wenn irgendwas ins Leben tritt und das Leben dann kurz so wegspringt, dann aber immer noch funktioniert. Also die Einsamkeit von der ich rede entspricht in etwa dem Gefühl mit Jogginghose vor seinem Laptop zu sitzen, von 5 möglichen Stunden nur eine halbe zu schreiben und die restliche Zeit irgendwo in den Untiefen des Internets zu verbringen, ohne jetzt überhaupt mal den Effekt von Mehrwert spüren zu wollen. Danach und davor guckt man einfach und liegt und denkt ein bisschen, aber nicht zu schwierig.

Ich habe eine Postkarte erhalten, die mich angefasst hat.

Nein, nicht schwierig denken, nur da liegen, Kopf aus, Musik an und dem Leben die Chance geben, einfach mal über einen herzufallen. Schicksalsschläge gab es zuletzt einige, aber das komische an ihnen war, das mich keiner wirklich berührt hat. Da stirbt jemand aus der Familie heraus und du sitzt da und sagst nach einer kurzen Phase, jetzt aber weiter mit dieser Einsamkeit, ich kann noch einsamer werden, irgendwann bin ich dann der Einsamste unter den Einsamen, Einsamkeitsweltmeister quasi und die Tür geht nicht mehr auf, weil man verlernt hat, wie man eine Klinke bedient.

Aber ich bin nicht so ein krasser Typ, der so vor sich hin verwest, nein, meine überaus legere Art und Weise bugsiert mich an komische Orte, die manchmal mit Vergangenheit zu tun haben, z. B. war ich heute bei der Lesung von wem. Am Ende war es interessant. Ich trank Wasser, alle Bier und ich habe  versucht herauszufinden, wie Literatur funktioniert.

Ich habe ja sowas von keine Ahnung.

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